Arbeitsrecht: In einem Rechtsstreit zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern nehmen wir Ihre Interessen wahr


Das Arbeitsrecht ist ein Rechtsgebiet von hoher gesellschaftlicher und sozialpolitischer Relevanz. Mit weitreichender Erfahrung und profunder Rechtskenntnis können Ihnen die Anwälte unserer Kanzlei eine bestmögliche individuelle Beratung gewährleisten.

Das Arbeitsrecht ist ein besonderer Teil des Schuldrechts und regelt die Rechtsverhältnisse zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Jedes Arbeitsverhältnis basiert auf einem Arbeitsvertrag, der eine spezielle Form des im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelten Dienstvertrages darstellt.

Das Arbeitsrecht wird grundsätzlich unterschieden in:

  • Individualarbeitsrecht und
  • kollektives Arbeitsrecht

Während das Individualarbeitsrecht das Arbeitsverhältnis zwischen dem Arbeitgeber und dem einzelnen Arbeitnehmer betrifft, regelt das kollektive Arbeitsrecht die Rechtsbeziehungen zwischen den betrieblichen Schutzvertretern der Arbeitnehmer (beispielsweise Betriebsräten) sowie ihren überbetrieblichen Schutzkollektiven (Gewerkschaften) einerseits und den Arbeitgebern bzw. deren Zusammenschlüssen in Arbeitgeberverbänden anderseits. Typische individualarbeitsrechtliche Probleme, bei denen Sie eine Anwaltskanzlei für Arbeitsrecht kontaktieren sollten, ergeben sich bei Kündigungen, bezüglich des Arbeitslohnes und beim Abschluss von Arbeitsverträgen. Typische Problemfelder im kollektiven Arbeitsrecht betreffen den Arbeitskampf und die betriebliche Mitbestimmung (Betriebsrat). Der Anwalt für Arbeitsrecht ist somit der passende Ansprechpartner für alle rechtlichen Probleme zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Erfahren Sie mehr über die
Rechtsanwälte in unserem Team.

Arbeitsvertrag: Das Arbeitsrecht bildet den Rahmen für die Vertragsgestaltung


Generell gilt in Deutschland die sogenannte Vertragsfreiheit, die es beiden Vertragsparteien gestattet, Verträge nach eigenen Vorstellungen zu formulieren. Da die juristische Beziehung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern jedoch durch ein Ungleichgewicht zugunsten der Arbeitgeber geprägt ist, setzt das Arbeitsrecht der Vertragsfreiheit Grenzen. Wir beraten Sie zu sämtlichen arbeitsvertraglichen Fragestellungen (beispielsweise Kündigungsschutz, Arbeitszeit, Urlaub, Gratifikation, Lohn, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Urlaubsabgeltung). Diese Beratung ist oft bereits im Vorfeld der Begründung eines Arbeitsverhältnisses sinnvoll, um den Arbeitsvertrag im Hinblick auf seine Rechtswirksamkeit zu prüfen. Wir erarbeiten mit Ihnen gemeinsam interessengerechte Lösungen und formen diese zu einem Arbeitsvertrag, der alle juristischen Vorgaben und auch die aktuelle arbeitsgerichtliche Rechtsprechung berücksichtigt. Soll das Arbeitsverhältnis einvernehmlich beendet werden, entwerfen wir für Sie einen Aufhebungsvertrag und stehen Ihnen auch im Zusammenhang mit dem Arbeitszeugnis beratend zur Seite.

Wie sollten Sie auf eine Kündigung reagieren?


Eine Kündigung ist ein Ereignis, dass die wirtschaftliche Existenz des Arbeitnehmers berührt und somit zunächst zu einem regelrechten Schock führt, wenn diese Kündigung unvorhergesehen ausgesprochen wurde. Sie sollten auf keinen Fall die Kündigung unwidersprochen hinnehmen, sondern umgehend einen Anwalt für Arbeitsrecht mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen. Dieser wird zunächst prüfen, ob die Abmahnung, die einer Kündigung in aller Regel vorausgeht, rechtmäßig war. Ist dies nicht der Fall, besteht eine gute Chance, dass eine Weiterbeschäftigung erreicht werden kann. Ansonsten wird Ihr Anwalt für Arbeitsrecht eine Abfindung aushandeln, die den wirtschaftlichen Schaden begrenzt.

Haben Sie als Arbeitgeber Ihrem Arbeitnehmer gekündigt oder ist Ihnen als Arbeitnehmer gekündigt worden, vertreten wir Ihre arbeitsrechtlichen Interessen im Rahmen von Kündigungsschutzprozessen und reichen eine Kündigungsschutzklage ein. Da wir sowohl von Arbeitgeberseite als auch von Arbeitnehmerseite beauftragt werden, sind die jeweilige rechtliche Sichtweise sowie die Interessenlage des Gegners für uns gut einschätzbar, sodass wir unseren Mandanten eine optimale Interessenvertretung bieten können. Im Bereich
Vergütung können Sie sich darüber informieren, wie viel die Mandatierung eines Rechtsanwalts für Arbeitsrecht kostet. Sind Sie daran interessiert, einen Anwalt aus unserer Kanzlei zu mandatieren? Dann nehmen Sie ganz einfach online oder per Telefon mit uns Kontakt auf.

Urteile vom Bundesarbeitsgericht


> BUNDESARBEITSGERICHT Beschluss vom 7.1.2015, 10 AZB 109/14 -- Setzt ein Gericht einen Rechtsstreit nach § 98 Abs. 6 ArbGG aus, hat es im Aussetzungsbeschluss zu begründen, von welchen vorgetragenen oder gerichtsbekannten ernsthaften Zweifeln an der Wirksamkeit der Allgemeinverbindlicherklärung oder Rechtsverordnung iSv. § 2a Abs. 1 Nr. 5 ArbGG es ausgeht und welche Tatsachen es dieser Annahme zugrunde legt.

> BUNDESARBEITSGERICHT Urteil vom 20.11.2014, 2 AZR 651/13 -- Eine sexuelle Belästigung iSv. § 3 Abs. 4 AGG stellt nach § 7 Abs. 3 AGG eine Verletzung vertraglicher Pflichten dar. Sie ist "an sich" als wichtiger Grund iSv. § 626 Abs. 1 BGB geeignet. Ob sie im Einzelfall zur außerordentlichen Kündigung berechtigt, ist abhängig von den Umständen des Einzelfalls, ua. von ihrem Umfang und ihrer Intensität.

> BUNDESARBEITSGERICHT Urteil vom 24.9.2014, 5 AZR 611/12 -- Das Tragen eines Kopftuchs als Symbol der Zugehörigkeit zum islamischen Glauben und damit als Kundgabe einer anderen Religionszugehörigkeit ist regelmäßig mit der arbeitsvertraglichen Verpflichtung einer in einer Einrichtung der Evangelischen Kirche tätigen Arbeitnehmerin zu einem zumindest neutralen Verhalten gegenüber der Evangelischen Kirche nicht in Einklang zu bringen.

> BUNDESARBEITSGERICHT Urteil vom 19.12.2013, 6 AZR 190/12 -- 1. Eine ordentliche Kündigung, die einen Arbeitnehmer, auf den das Kündigungsschutzgesetz (noch) keine Anwendung findet, aus einem der in § 1 AGG genannten Gründe diskriminiert, ist nach § 134 BGB iVm. § 7 Abs. 1, §§ 1, 3 AGG unwirksam. § 2 Abs. 4 AGG steht dem nicht entgegen. 2. Eine symptomlose HIV-Infektion hat eine Behinderung im Sinne des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes zur Folge. Das gilt so lange, wie das gegenwärtig auf eine solche Infektion zurückzuführende soziale Vermeidungsverhalten sowie die darauf beruhenden Stigmatisierungen andauern.

> BUNDESARBEITSGERICHT Urteil vom 19.11.2014, 5 AZR 1101/12 -- Das Mindestentgelt nach § 2 PflegeArbbV ist nicht nur für Vollarbeit, sondern auch für Arbeitsbereitschaft und Bereitschaftsdienst zu zahlen

> BUNDESARBEITSGERICHT Urteil vom 17.10.2013, 8 AZR 742/12 -- Wird einer Arbeitnehmerin gekündigt, ohne dass Kenntnis von ihrer Schwangerschaft bei Zugang der Kündigungserklärung besteht, so ist weder die Kündigung selbst noch ein "Festhalten" an der Kündigung Indiz für eine Benachteiligung wegen des Geschlechts.