23.11.14 - Arbeitsrecht - Bundesarbeitsgericht zum Arbeitszeugnis


Das Bundesarbeitsgericht hat in einer Entscheidung (hier die » Pressemitteilung des BAG ) festgestellt, dass der Arbeitnehmer für eine Arbeitsleistung, die im Zeugnis mit besser als "befriedigend" bewertet werden soll, die sogenannte Darlegungs- und gegebenenfalls Beweislastlast hat, auch wenn in der Branche, in der der Arbeitnehmer tätig ist/war, weit überwiegend die Noten "gut" oder "sehr gut" vergeben werden.
Aus diesem Anlass einige Formulierungen für die Bewertung der Leistung eines Arbeitnehmers:

Arbeitszeugnis – Noten:

1. Bewertung der Arbeitsleistung

Sehr gute Leistung: „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“
Gute Leistung: „stets zu unserer vollen Zufriedenheit“
Durchschnitt: „stets zu unserer Zufriedenheit“ oder „zu unserer vollen Zufriedenheit“
Unzureichende Leistung: „der Arbeitnehmer hat sich bemüht“ oder
„der Arbeitnehmer hat die ihm übertragenen Aufgaben mit Fleiß und Interesse durchgeführt“

2. Bewertung des Verhaltens

Sehr gut: „Sein Verhalten bei Vorgesetzten und Mitarbeitern war stets einwandfrei/Vorbildlich“
Gut : „Sein Verhalten bei Vorgesetzten und Mitarbeitern war einwandfrei/ vorbildlich“
Befriedigend: „Sein Verhalten war gut“

3. Art der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Kündigung durch Arbeitnehmer: „verlässt unser Unternehmen auf eigenem Wunsch“
Kündigung durch Arbeitgeber: „das Arbeitsverhältnis endete am …“
Einvernehmliche Trennung: „wir haben uns einvernehmlich getrennt“
Wir weinen ihm keine Träne nach: „unsere besten Wünsche begleiten ihn“